Freitag, 7. Oktober 2011

16 - email an meine Familie


Ich habe dir eben so eine lange email geschrieben und dann ging der senden-button nicht. Das aergert mich jetzt ganz schoen. Dann kommt halt jetzt noch mal die Kurzfassung, weil auf das ganze habe ich jetzt keine Lust mehr. Ausserdem kostet Internet auch Geld und das hab ich sowieso nicht zu genuege.

Amsterdam ist eigentlich richtig gut. Die Stadt ist wunderschoen, aber das wisst ihr ja selber. Ich wusste nicht, ob meine sms angekommen ist, deswegen wollte ich mich eigentlich ueber diesen Weg bei euch melden, aber das scheint ja jetzt auch nicht so wirklich zu funktionieren.Mir geht es zumindest ganz gut und waere ich alleine hier, ich wuerde mich nicht beschweren. Aber gut, was nicht zu aendern ist, muss man wohl hinnehmen. Ich bemuehe mich ja schon ueberall nur positive Seiten zu finden, aber glaubt mir, das ist gar nicht so leicht und kostet enorme Ueberwindung. Vor allem weil hier ueberhaupt nichts geplant ist und alles nur aus einem einzigen Stress besteht. 18:30 Uhr: abendliche Ankunft in der Jugendherberge, 19:00 Uhr: Abendessen (NUR mit Essensmarken und ohne Nachholen!!), 20:00 Uhr: Abfahrt nach Amsterdam um abends was zu machen. Zitat Herr Heil: "dann duscht ihr halt morgen frueh" - Klar, man ist ja nach hundert Stunden rumlaufen auch nicht geschwitzt, quatsch!! Uebrigens: 8:00 (!!!) Uhr: Fruehstuecken und eine Dusche fuer 6 Leute. Falsch. Eine Dusche fuer 6 Maedels!Waren heute auf der beruechtigten Fahrradtour und es war eine einzige Katastrophe. Nennen wir es doch.. Desaster. Wenn Menschen vom Land in das Verkehrschchaos der Amsterdamer Innenstadt losgelassen werden und alles blinkt und hupt und faehrt trotz der vielen Ampeln einfach, kann das wohl nicht allzu gut gehen. An der ersten Kreuzung haben wir geschaetzte 25% im Verkehrsdschungel verloren. Fuer den Rest ging es weiter und nachdem die Ampel zum 5. mal gruen wurde, kamen auch die letzten ueber die Strasse, waehrend die ersten schon ueber alle Berge waren. (ich weiss, Berge und Amsterdam war ein schlechter Wortwitz). Wir mussten alle paar meter anhalten um aufeinander zu warten, oder weil nichts mehr weiterging, weil wiedermal zwei von uns ineinander gefahren waren. Wohlgemerkt war ich eine der drei einzigen Personen, die einen Helm trugen. Aber jeder faehrt auf sein eigenes Risiko. Meines war allerdings auch nicht geringer und als ich dann auf einem eigens fuer Radfahrer ausgeschriebenen Weg links von einem Auto und gleichzeitig rechts von einem Roller ueberholt wurde, wusste ich, dass mein Helm auch nicht die Sicherheit fuer mein Leben bedeuten wuerde.5 Stunden spaeter war das Grauen zu Ende und die Fahrraeder wurden zurueckgebracht. Bei uns zaehlt allerdings das Motto: jeder ist sich selbst der naechste und die letzten werden die letzten bleiben. Die Gruppe ist also in Richtung Bus gelaufen, waehrend zwei andere und ich noch unsere ein-Gang-Raeder zurueckbrachten. Wir kamen aus dem Verleih und... alles war leer. Ihr koennt euch nicht vorstellen wie dankbar ich den orangen T-Shirts war!! Die Investition scheint sich tatsaechlich gelohnt zu haben.Aber ich hoer jetzt auf, schliesslich hat mich der PC hier so geaergert, dass ich eigentlich schon gar nichts mehr schreiben wollte, allerdings wollte ich euch wenigstens mitteilen, dass ich trotz der Umstaende noch mehr oder weniger am Leben bin, aber gleichzeitig danach auch unbedingt meinen Urlaub benoetige.Wir sehen uns also Freitagmittag. Uebrigens.. Zitat Thiessen-Westerhoff: "Mir ist die Abfahrt zu frueh" --> Abfahrt ist 8:00 Uhr. Wenn wir schon morgens fahren, dann koennen wir auch um 8 fahren. mein Gott.




Es gab auf der Tastatur leider keine Umlaute, daher sieht das ganze ein wenige komisch aus.

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