Mittwoch, 30. Mai 2012

69 - Morgenstund' hat Gold im Mund

Dieses Gefühl, wenn man am frühen Morgen unterwegs ist. Wenn man einen Schritt vor den anderen setzt, während all die anderen Menschen noch schlafen. Wenn die Vögel von keinen anderen Geräuschen übertönt werden und der Gesang einen voll und ganz einnimmt. Wenn der Nebel langsam aus den mit Tau behangenen Gräsern steigt. Wenn plötzlich die Sonne ihre ersten Strahlen über dem Horizont ausbreitet.
Oh, das sind Moment, die einen festhalten.

Ich muss allerdings gestehen: Ich bin oftmals viel zu faul. Meistens verschlafe ich diese schönen Stunden (oder bin eben in Eile, weil ich jeden Moment los muss und unbedingt noch Frühstücken möchte). Heute hat es geklappt - Hochmotiviert und nicht ein kleines bisschen müde machte ich mich auf den Weg, den Sonnenaufgang zu bestaunen.


Allerdings hieß es erstmal: Warten. Eine ganze Weile noch. Aber auch so hatte die Gegend einfach etwas mystisches. Es ist ein ganz anderes Licht, als sonst. Dieses Licht, dass man weder in der Mittagszeit, noch in der Abenddämmerung noch einmal sieht. Düster und zugleich warm. Nicht zu beschreiben. Spannend.



Findet ihr so etwas auch so interessant, oder ist es für euch einfach pure, unspektakuläre Regelmäßigkeit?

Dienstag, 29. Mai 2012

68 - your mistakes do not define you!

Auch auf die Gefahr hin, den ein oder anderen dadurch abzuschrecken, kommt nun ein längerer Eintrag von mir. Ich habe lange überlegt, ob ich darüber schreibe, oder ob ich es nicht einfach bleiben lasse. Schlussendlich dachte ich, dass es vielleicht auch dem ein oder anderen meiner Leser helfen kann.

Ich habe mein Abitur nun weitestgehend hinter mich gebracht. Lediglich eine mündliche Prüfung steht noch aus. Auch die Ergebnisse hielt ich schon in den Händen und hier komme ich zum Punkt: Ich habe keine Luftsprünge gemacht - ich war vielmehr enttäuscht!
Natürlich, ich habe mein Abitur bestanden, aber zufrieden bin ich nicht. Dafür, dass ich so viele andere Dinge gestrichen habe und meinem Lernaufwand höchste Priorität einräumte, ist es im Endeffekt nicht befriedigend für mich.

"Du bist nicht das, was deine Noten über dich aussagen."

Diesen Satz hat Mama zu mir gesagt und ich möchte ihn jetzt einfach mit Dir teilen. Ich denke sie hat recht. Meine Noten sagen nichts, aber auch rein gar nichts, über meine Persönlichkeit aus.
Ich habe aus einer komischen Situation heraus in der 13 wieder Physik belegt und mich nicht einmal allzu blöd darin angestellt. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass ich eine Vorliebe für Physik und Formeln habe. Nein, im Gegenteil. Mir ist das alles viel zu abstrakt, viel zu mathematisch. Wenn nun jemand mein Zeugnis in den Händen hält, kann er dann wirklich sagen wer ICH bin? Kann er dann sagen, ob ICH in den Beruf passe, oder nicht? Kann er sagen, wo meine Stärken und Schwächen liegen?

Ich denke nicht!

Jeder von uns hat seine Persönlichkeit und die lässt sich einfach nicht in ein einheitliches Schema pressen. Ich habe eine Weile gebraucht bis ich begriffen habe, dass ich mein Abitur nicht überbewerten sollte. Ich sollte vielmehr darauf vertrauen, dass man mich im späteren Berufsalltag für das schätzt, was ich kann.Ich sollte darauf vertrauen, dass ich die Chance bekomme, mich zu beweisen und nicht alles nur von einem Blatt Papier abhängig gemacht wird.
Was bringt mir der beste NC, wenn ich sozial eine Niete bin und nicht einmal die Grundregeln des Zusammenlebens beherrsche?

Falls Du also in einer ähnlichen Situation sein solltest, lass Dich davon bitte nicht niedermachen. Du bist gut so, wie Du bist. Du bist etwas besonderes und Du hast Seiten an Dir, um die Dich andere beneiden. Seiten, die andere brauchen und die unsere Gesellschaft braucht.
Wir benötigen keine Fachidioten. Wir benötigen Menschen, die unser Leben bereichern. Menschen, an denen wir uns orientieren können. Menschen mit Prinzipien und moralischen Werten.

Zahlen auf weißem Untergrund können Dich nicht ausmachen. Räume ihnen daher keinen zu großen Stellenwert ein. Sei einfach Du selbst und mache, was Dich glücklich macht. Wenn Du Freude an etwas hast, wirst Du Erfolg damit haben!


Sonntag, 27. Mai 2012

67 - immer wieder sonntags

"Was in den letzten Tagen geschehen ist", oder auch "Warum ich einfach nicht zum regelmäßigen Schreiben komme"...
An einem sonnigen Tag ging es mit der Familie auf Wanderschaft. Irgendwann haben wir ein abgelegenes Plätzchen gefunden und die Seele baumeln lassen. Am Ende habe ich sogar ein Souvenir mitgenommen: Den ersten wirklichen Sonnenbrand in meinem Leben. Jetzt weiß ich auch, wie sich das anfühlt.
Nachgebacken: Auf dem Blog von magnoliaelectric gab es die Tage folgendes Rezept zu bestaunen. Ich konnte nicht viel länger warten. Erdbeeren sind bei den Favoriten unter den Früchten und in Kombination mit Schokolade unschlagbar. Ich musste es einfach SOFORT probieren und - es hat sich gelohnt! 
Oma und Opa haben es geschafft: 50 Jahre verheiratet und immer noch glücklich. Zum Gedenken wurde die Goldene Hochzeit als großes Fest zelebriert und war als solches auch ein riesen Erfolg. Viel Essen, gute Kuchen, gute Laune. 
Was macht man, wenn man keinen Kräutergarten hat und dennoch nicht auf Frisches verzichten möchte? Genau, man hofft, dass die Samen auch in kleineren Gefäßen angehen. Sind sie. Mittlerweile hat das zarte Grün es sogar vom Fensterbrett weg geschafft und darf nun die Luft draußen genießen.  
Gut, ein bisschen Selbstdarstellung muss auch Mal sein. Nicht schön, aber ja, das bin ich. 
Und zum Mittagessen gab es nicht nur Cocktailtomaten, aber sie sahen einfach so gut aus. Die Nachspeise war jedoch besser: Zitronensorbet mit frischen Ananasstückchen und Erdbeersauce. Es hat geschmeckt.

Freitag, 25. Mai 2012

66 - fürstliches Gartenfest

Um dreiviertel zehn stand Mamas beste Freundin vor unserer Haustüre, um uns beide abzuholen und dann ging es auf zum diesjährigen "fürstlichen Gartenfest".
Ich persönlich war noch nie aktiver Besucher, so war das heute meine Premiere. Aber laut Mama MUSS man da einfach hin (sie schwärmt seit ihrem ersten Besuch).

Ausgerüstet mit sommerlicher Bekleidung, meiner Kamera und jeder Menge Erwartungen standen wir schon kurz nach der Eröffnung vor den Toren des Schlossgartens. Wir haben versucht uns an das Sprichwort mit dem "frühen Vogel" zu halten, doch schon zu Beginn kamen die Menschen in Scharen.


So manches Mal waren die Menschen um mich herum interessanter, als all die angebotenen Dinge. Frauen mit großen Strohhüten und wehenden geblümten Kleidern schienen in ihrer eigenen Welt zu wandeln. Sie passten so gut in das ganze Geschehen, das doch ab und an mit einem Hauch von Nostalgie gefüllt war.
Alte, rustikale Gegenstände, die einfach den Flair von Gemütlichkeit ausstrahlten, zogen uns voll und ganz in ihren Bann.
Man hatte mir nicht zu viel versprochen - im Gegenteil.


Irgendwann mussten wir leider Schluss machen, weil wir unsere Errungenschaften schon gar nicht mehr
tragen konnten und mit länger werdenden Armen immer wieder Neues entdeckten.

Es gab halt auch soooo viele schöne Sachen, hach...



Donnerstag, 3. Mai 2012

65 - Tanz in den Mai


Es ist so weit. Der Mai hat begonnen. Ein weiterer Monat ist vergangen. Wir bewegen uns mit großen Schritten auf den allseits geliebten Sommer zu und durften auch schon den ein oder anderen heißen Tag verbuchen.
Am Tag der Arbeit wurde nach Tradition gewandert.
Dieses Jahr wiedermal mit meiner Familie. Es war ein schöner Tag. Heiß. Sonnig. Gemütlich.
Morgens schön lecker gefrühstückt und anschließend wichtige Utensilien wie Picknickdecke und Maibowle zusammengepackt. Die Sonnenbrille durfte auch nicht fehlen. Nur das Eincremen habe ich vergessen - das machte sich dann zuhause bemerkbar...

Da wir mitten in der Einöde wohnen, konnte das Auto locker in der Garage stehen bleiben. Es ging über verschlungene Waldwege und offene Felder, an einer fast versiegten Quelle und etlichen sonnenbadenden Kühe vorbei, zu einem einladenden Plätzchen, auf dem wir uns nur zu gerne niederließen.
Mit Baguette, Wurst, Eiern, Wassermelone und diversen anderen Köstlichkeiten gerüstet haben wir es uns richtig gut gehen lassen.

Der Heimweg ging deutlich schneller. Gut genährt und ein wenig erschöpft wurden wir auf dem Heimweg noch Zeuge des Paarungsaktes unzähliger Marienkäfer. Mit ihrer auffälligen Färbung sorgen sie eben auch nicht gerade für Diskretion.