Mittwoch, 20. Juni 2012

Lückenfüller

Wer kennt dieses Gefühl nicht?
Ihr streift durch die Wohnung, habt Hunger auf etwas Süßes, oder generell Appetit auf eine kleine Zwischenmahlzeit. Schokolade soll es dann aber doch wieder nicht sein und auch die Chips bleiben vorsichtshalber im Schrank - da kann man schließlich nicht mehr aufhören zu essen.
Die Lust etwas großartig vorzubereiten fehlt ebenfalls.

So ging es mir heute den ganzen Tag, bis ich auf die Idee kam, mir doch ganz einfach ein paar Obstschnittchen zuzubereiten.


Aus einer Scheibe Weißbrot, ein bisschen saurer Sahne oder Quark und ein paar leckeren Erdbeeren lässt sich auf die Schnelle ein prima Lückenfüller zaubern. Die kleinen Brote liegen nicht schwer im Magen und das schlechte Gewissen braucht gar nicht erst anzuklopfen. Das kann einem bei solch leichter Kost nämlich rein gar nichts anhaben.


Ohja, ich weiß: Was würde ich bloß ohne meine heißgeliebten Erdbeeren machen? Wie würde ich ohne die roten Früchte mit den hübschen gelben Kernen auf der Außenseite und den dekorativen Blättern überleben? Was würde ich dann essen, wenn mich der Hunger unvorbereitet überkommt?


Die Möglichkeiten sind geradezu unerschöpflich. Links habe ich Melone mit Kiwi kombiniert. Rechts hingegen sieht man Pfirsichstückchen, die hier Mal wieder mit Erdbeeren posieren, sich aber wohl auch sehr gut zur Himbeere machen.

Falls der kleine Hunger eher deftiger Natur ist, bieten Gurken und Radieschen anstelle der Früchte einen schönen Ausblick auf einen leckeren Snack.
Oder man erntet einfach Obst bevor es reif ist. Nein, natürlich nicht. Ich esse auch keine grünen Johannisbeeren auf meinen Broten, ich wollte nur demonstrieren, dass man diese ebenfalls dazu hernehmen könnte - vorausgesetzt die Sonne beehrt uns noch ein paar Tage und auch die unteren Beeren haben endlich die Chance rot und saftig zu werden.


Freitag, 15. Juni 2012

PomPom D.I.Y.

Dank des Wetters bekomme ich wohl noch Depressionen. Wer braucht schon diesen grauen, wolkenverhangenen Himmel? Ich will Sommer! Ich will Sonne! Ich will Farbe!

Um ein bisschen auf andere Gedanken zu kommen, habe ich farbenfrohe PomPoms gebastelt, die momentan noch die Wohnung im Inneren, hoffentlich aber bald den Apfelbaum im Garten schmücken.
Ich finde sie sehen einfach sooo schön aus. Für eine Feier im Garten ideal und auch so ein Hingucker, den man mit wenig Aufwand ganz einfach selber zaubern kann. 
Ich war schon am Überlegen, ob ich in Produktion gehe: Habe gelbe, rosa, blaue und farbliche gemischte gebastelt.. es macht Freude!


Was man dafür benötigt:

  • Seidenpapier (ich habe in etwa 8 Bögen pro PomPom genommen)
  • Schere
  • Draht
  • Faden zum Aufhängen
Dann das Seidenpapier aufeinander legen und nach dem Ziehharmonikaprinzip falten. Anschließend die Mitte mit etwas Draht umwickeln und die Ecken abrunden (das schaut am Ende dann etwas "blumiger" aus). Wenn dies gemacht ist, werden die Ziehharmonikaenden zu beiden Seiten des Drahtes wie Fächer aufgezogen. Dadurch gibt es beinahe einen Kreis. Um aus diesem Kreis nun eine Kugel zu formen, zupft ihr vorsichtig die einzelnen Schichten des Papiers zur Mitte hin auseinander - und schon ist man fertig! 

So lassen sich auch die tristesten Tage angenehm gestalten!
Ich glaube, sobald die Sonne wieder rauskommt, habe ich mir bereits einen ganzen Jahresvorrat angelegt. Dann werde ich wohl Mal einen schönen Grillabend veranstalten, um meiner neuen Lieblingsdekoration Ausgang zu gewähren.
Natürlich zeige ich dann, wie sie sich fröhlich baumelnd im Geäst so machen..

Dienstag, 12. Juni 2012

lesenswert: "Gut gegen Nordwind"

Heute kommt ein Eintrag, den ich gedanklich schon lange im Kopf habe, mich aber noch nicht getraut habe, ihn zu formulieren. Mehrmals habe ich mich bemüht anzufangen und mehrmals habe ich am Ende alles wieder gelöscht. Die Worte, die ich verwendete, schienen nicht ausreichend für das, was ich heute beschreiben möchte.

Und zwar geht es um Daniel Glattauers Werk "Gut gegen Nordwind". Es beschreibt in meinen Augen eine etwas andere Liebesgeschichte und verblüfft mit vielen unvorhergesehenen Wendungen und einem offenen Ausgang. Obwohl der Roman nur ca. 220 Seiten schwer ist, ist er dennoch nicht schnell gelesen. Bei mir durfte er eine ganze Weile auf dem Nachttisch ruhen, aus Angst am Ende anzukommen.


 Das steht auf der Rückseite:
"Emmi Rothner möchte per Email ihr Abo der Zeitschrift >>Like<< kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder Emails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher - bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?"



Schon der Aufbau des Romans überzeugt: Als Leser bekommt man den kompletten Schriftverkehr der beiden Protagonisten mit, aber kaum etwas aus ihrem Alltag. Man weiß nur das, was sie sich gegenseitig erzählen.

Emmi ist verheiratet, hat eine Familie mit zwei Kindern und möchte eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Durch Zufall lernt sie den gerade frisch getrennten Leo kennen und somit beginnt eine Freundschaft der besonderen Art. Schnell wird klar, dass es wohl kaum so unverbindlich und locker bleiben wird, wie es der Anfang verspricht. Beide dringen tiefer und tiefer in das Leben des Gegenüber ein und werden zu Vertrauten. Man sehnt sich nach einem Treffen, hat jedoch Angst, dass man die Ansprüche an den virtuellen Partner zu hoch gesetzt hat und dieser im realen Leben eine Enttäuschung ist. 


"Wir starten von der Ziellinie weg, und es gibt nur eine Richtung: zurück. Wir steuern auf die große Ernüchterung zu. Wir können das nicht leben, was wir schreiben. Wir können die vielen Bilder nicht ersetzen, die wir uns voneinander ausmalen. Es wird enttäuschend sein, wenn Sie hinter der Emmi zurückbleiben, die ich kenne. Und Sie werden dahinter zurückbleiben! Sie werden deprimiert sein, wenn ich hinter dem Leo zurückbleibe, den Sie kennen. Und ich werde dahinter zurückbleiben!"

Ein unvorhergesehener Email-Verkehr beginnt. Von sachlich-ironischen Einschätzungen des jeweils anderen, über Flirtversuche und Eifersuchtsdramen,  bis hin zur innigen Sehnsucht nach körperlicher Nähe, ist alles vorhanden. 

Zwei Seelen, die scheinbar zusammengehören. Die sich fest aneinanderklammern und sich gegenseitig durch schwierige Situation hinweg zur Seite stehen. Zwei Menschen, die für einander bestimmt zu sein scheinen...


Problem: Emmi hat eine Verpflichtung ihrer Familie gegenüber, die sie weder vernachlässigen möchte, noch kann. 





Ein Roman, der den Leser gefangen nimmt. Der einen mitfiebern lässt. Bis zum letzten Moment voll von kreativen Ergüssen des Autors. Kleine Pointen, die alles verändern. Sätze, die man niemals vergessen möchte. Ein Stil, der andere Bücher in den Schatten stellt.

Ich musste so stark an mich halten, dass ich ja keine Details verrate, die die Spannung gefährden könnten. Es ist so schön. So humorvoll. So traurig. Eine Kombination aus Gefühl und Unvernunft.

Absolut lesenswert!

"Alte Zeiten kann man nicht wiederholen. Wie schon der Name sagt, sind diese Zeiten alt. Neue Zeiten können nie wie alte Zeiten sein. Wenn sie es versuchen, wirken sie alt und verbraucht, so wie diejenigen, die sie herbeisehnen. Man soll nie alten Zeiten nachtrauern.  Wer alten Zeiten nachtrauert, der ist alt und trauert. Soll ich Ihnen etwas verraten? Ich wollte nichts wie nach Hause - zu Leo.!

Sonntag, 10. Juni 2012

immer wieder sonntags

Ich habe einiges gemacht in den letzten paar Tagen und auch viel Spaß dabei gehabt. Es war eine schöne Woche, die ich in vollen Zügen genossen habe. Leider habe ich viel zu wenig davon festgehalten, aber ein paar Eindrücke kann ich dennoch zeigen.
Am Montag habe ich endlich meine letzte mündliche Prüfung gehalten und danach im strömenden Regen auf die Bekanntgabe meiner Note gewartet. Ich kann nun (doch ein kleines bisschen stolz) verkünden, dass ich offiziell im Besitz der allgemeinen Hochschulreife bin. Ja, ich habe auch jetzt noch ein super Gefühl in der Magengegend und es kribbelt irgendwie angenehm, wenn ich mir bewusst mache, dass ich diesen Abschnitt meines Lebens hinter mich gebracht habe. 
Dienstag hieß es demnach also erstmal entspannen, Füße hochlegen und einfach nichts tun.
Am Folgetag bin ich dafür mit zwei absolut netten Mädels auf den Hessentag nach Wetzlar gefahren, um an der "Just White Party" teilzunehmen. Es ist wirklich eindrucksvoll so viele Menschen ganz in weiß gekleidet zu sehen. Für mich war das eine größere Herausforderung - mein Kleiderschrank enthält im Grunde kaum Kleidungsstücke, die dem Motto entsprechen.
Es war jedoch recht praktisch, dass wir die Nacht in Gießen zubringen konnten, und somit erst am nächsten Tag die Heimreise antreten mussten. Wir sind auch ohne eine anstrengende Nachtfahrt schon tot ins Bett gefallen.
Am Wochenende war dann in unserer Nähe ein Fest, das ich mit ein paar Freunden unterstützend besucht habe und natürlich wurde auch Fußball geschaut - die deutschen Jungs feuerten wir beim Public-Viewing im kleineren Kreis an.
Zuvor gab es allerdings nach einer Radtour mit der Familie ein Stück Kuchen in einem liebevoll eingerichteten Café.
Und jetzt freuen wir uns alle darauf, dass das Wetter wieder besser wird und sich die Sonne ab und an wieder blicken lässt. 

Ich mache hier bei einer Blogvorstellungsaktion mit. Vielleicht habe ich ja Glück. 

Dienstag, 5. Juni 2012

72 - Rezept

So, nun gibt es heute das Rezept zu den Muffins aus meinem Wochenrückblick. Da anscheinend viele von euch Erdbeeren mögen, wie ich den Kommentaren entnommen habe, hoffe ich doch ganz stark, dass ihr diese auch mögen werdet. Eigentlich gehe ich aber davon aus, dass dem so sein wird.


Nach Lust und Laune kann man sie natürlich noch dekorieren. Vielleicht ein hübsches Frischkäsetopping anrühren, oder einfach Sahne schlagen und darauf setzen. Da meine Bikinifigur allerdings noch in weiter Ferne liegt, habe ich darauf verzichtet und auf die gesündere Variante zurückgegriffen. Also diesmal lediglich ein Erdbeere darauf platziert. Schön sehen sie dennoch aus, finde ich. 


Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Backen. Bei dem momentanen Wetter kann man ja ruhig mal einen Nachmittag in der Küche zubringen. 


Sonntag, 3. Juni 2012

71 - immer wieder sonntags

Solch ein trister Tag. Von morgens bis abends nur Regen. Ich weiß nicht, ob es bei euch genauso aussieht, aber ich wünsche euch von Herzen Sonnenschein, denn dieser graue Himmel hier schlägt sehr auf's Gemüt. Trotz allem möchte ich mir nicht nehmen lassen, zu zeigen, womit ich meine Woche verbracht habe:
Ja, auch ich habe mir nun das sweet paul Magazin zugelegt und auch ich muss sagen, dass ich mehr als nur hin und weg bin. Die ganze Zeit stand ich dem ganzen skeptisch gegenüber, da mir das Geld für eine Zeitschrift im Grunde zu viel erschien. Aber ich hatte unrecht. Sie ist jeden Cent wert. Die Fotos sind traumhaft, die Ideen sowieso. Ich könnte stundenlang darin herumblättern und habe mir eine Liste zugelegt mit den Dingen, die ich unbedingt ausprobieren möchte. 
Erdbeeren sind lecker. Äpfel sind lecker. Ich habe mir dies zu eigen gemacht und beides kombiniert. Ein wenig Teig und Papier außen herum und voilá - fertig sind leckere Erdbeer-Apfel-Muffins. 
Als der Himmel noch freundlicher war und der Regen es nicht wagte den Glanz der Sterne mit Wolken zu verdecken, war ein idealer Zeitpunkt zur Gartenfeier. Pompoms schmückten die Bäume und im Terrassenofen loderte Feuer. Das sind Momente der Gemütlichkeit. Dann fühle ich mich Zuhause. 
Meine ersten Nähversuche mit Nähmaschine. Ich muss zugeben: Es sieht leichter aus, als es ist. Die Maschine fährt immer so schnell los, sodass ich nicht nachkomme und der Faden sich am Ende hoffnungslos verheddert. Ich brauche wohl noch ein bisschen Übung, aber ich bleibe zuversichtlich...

Gefallen euch die Instagram-Wochenrückblicke eigentlich, oder findet ihr sie zu eintönig? Was habt ihr schönes in den vergangenen 7 Tagen gemacht?

Freitag, 1. Juni 2012

70 - es wird Sommer


Da wacht man eines Morgens nichtsahnend auf, wischt sich den Schlaf aus den Augen und stellt plötzlich fest, dass man sang- und klanglos in den nächsten Monat gerutscht ist. Ohne größere Ereignisse, ohne größere Ankündigungen - einfach so. Zack.
Wenn mir das dann bewusst wird, frage ich mich schon manchmal wo denn die ganze Zeit hin ist. Wir befinden uns nun quasi in der Mitte des Jahres, dabei knallten doch eben erst die Sektkorken an Silvester...

Aber genug davon. Nachtrauern bringt uns doch auch nichts. Ich freue mich immer, wenn der Juni vor der Tür steht: Endlich wieder lange auf der Terrasse sitzen, dabei gemütliche Stunden mit schönen Gesprächen füllen und einfach den Wandel vom Abend- zum Sternenhimmel begutachten. 

Im Juni wird es hier außerdem endlich wieder eine Buchvorstellung geben und auch ein DIY ist in Planung (bisher steckt es allerdings noch in den Kinderschuhen). Außerdem gibt es noch ein - zwei leckere Rezepte und natürlich fotografisch festgehaltene Eindrücke in Fülle.
Ich hoffe ihr freut euch genauso auf die anstehenden Sommerwochen, wie ich mich freue.

Habt ihr etwas besonderes geplant? Werdet ihr im Juni gar verreisen?