Dienstag, 27. August 2013

Es ist Zeit für einen Umzug

In letzter Zeit ging es drunter und drüber. Ich hatte kaum eine wirklich ruhig Minute, verbrachte meine Zeit mal hier, mal dort und selbst, wenn ich scheinbar eine Auszeit einlegte, arbeitete mein Kopf auf Hochtouren. Vieles erforderte meinen vollsten Einsatz, andere Dinge mussten zumindest geplant und strukturiert werden. Ich bin noch nicht ganz am Ende angekommen, habe noch einiges zu meistern, aber dennoch glaube ich, dass ich gerade zum ersten Mal wieder richtig Durchatmen kann.
In den letzten paar Wochen war ich einfach nirgends Zuhause. Die Hauptzeit verbrachte ich natürlich in Frankfurt, aber meine Wohnung wurde von Tag zu Tag ungemütlicher. Irgendwann verbannte ich all meine Habseligkeiten in einen Transporter. Ein Zwischenstopp in meinem kleinen, geliebten Heimatdorf, füllte den Transporter noch weiter. Dafür wurde auch das Zimmer im elterlichen Zuhause geleert.
Irgendwie schon komisch, dass mein ganzes bisheriges Leben in einen Umzugswagen passt und dieser nicht einmal randvoll beladen ist.
450 weitere Kilometer mussten zurückgelegt werden und am Ende stand ich in meiner neuen und noch leerstehenden Wohnung. Ich muss gestehen, dass meine Gefühle an diesem Punkt doch sehr gemischt waren. Hier würde also in Zukunft meine tägliche Routine ihren Platz finden. Hier - mitten in München.
Ich erfülle mir hiermit einen heimlichen Wunsch. Immer schon wirkte die Stadt im Süden Deutschlands einladend.
Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass ich hier einmal wirklich leben würde, bzw. dass es bereits in naher Zukunft soweit sein würde. Ich verdanke diese Situation auch vielmehr einer Verkettung glücklicher Zufälle.
Lange Zeit war unklar, wohin mein Weg mich führen werde und ich habe tatsächlich das komplette Jahr nach Abschluss meines Abiturs benötigt, um hier ein wenig Klarheit hineinzubringen. Pläne wurden gemacht und sofort wieder verworfen. Immer saß die Unsicherheit im Nacken. Ich habe nun einen völlig anderen Weg eingeschlagen und freue mich auf das vor mir liegende Unbekannte.
Hätte man mich vor gar nicht allzu langer Zeit gefragt, ob ich nicht vielleicht doch eine Ausbildung dem Studium vorziehen würde, hätte ich vehement mit dem Kopf geschüttelt. Nein, ich wollte studieren. Unbedingt!
Aber natürlich hatte ich die Rechnung ohne das Leben gemacht und jetzt stehe ich kurz vor dem Beginn einer Ausbildung im kaufmännischen Bereich (noch so ein Faktor, den ich zuvor kategorisch ausgeschlossen hätte).
Zwei Wochen habe ich jetzt noch in Frankfurt verbracht - auf einer Luftmatratze mit Schlafsack in der ansonsten leeren Wohnung. Ein Teller, ein Löffel, eine Gabel, ein Messer und ein Glas sind mir geblieben. Alles andere ist bereits in weiter Ferne an dem Ort, auf den ich mich so sehr freue und der mir noch so neu ist.


Freitag, 23. August 2013

Ananas-Chutney zu Fleischwurstspießen

Innerhalb kürzester Zeit gibt es hier also bereits das zweite Rezept, das nichts mit den klassischen Backwaren zu tun hat, denen ich mich sonst so gerne zuwende. Zucker, Mehl und Eier gehören zwar noch längst nicht der Vergangenheit an, aber ich möchte mein Spektrum gerne erweitern. 
Ich esse fast täglich eine warme Mahlzeit und muss/möchte deshalb auch meine Kochkünste ausbauen. Pasta mit Pesto ist zwar unheimlich lecker und schnell gemacht, aber auf Dauer wird das dann doch etwas eintönig.
Aber ein Blog lädt bekanntlich dazu ein, auch mal etwas neues auszuprobieren und so werde ich den Herd in Zukunft öfter zum Kochen verwenden.
Ihr dürft mich auf diesem vor mir liegenden Weg gerne begleiten und könnt Zeuge werden, wie ich einen Kampf mit Pfannen, Gemüse und Gewürzen führen werde. Sofern die Ergebnisse einigermaßen genießbar sind, teile ich mein gewonnenes Wissen mit meiner Leserschaft. 


Chutney zählt zu den Dingen, die ich noch niemals selber gemacht habe, aber irgendwann ist bekanntlich immer das erste Mal und in Kombination mit gebratenen (wahlweise auch gegrillten) Fleischwurst-Spießen schmeckt es wirklich gut.
Für das Rezept habe ich mich stark von einem ähnlichen Gericht auf lecker.de inspirieren lassen, aber dann doch die ein oder andere Änderung vorgenommen.
Das klingt an sich gar nicht so kompliziert, nicht wahr?
Ist es auch nicht. Trotz allem kann einiges schiefgehen. Irgendwann lag ein sehr unangenehmer Geruch in der Luft..  Das Chutney ist plötzlich angebrannt und ist am Boden des Topfes festgekrustet. Hektisch habe ich also alles, was noch gut schien in einen anderen Topf umgefüllt und weiterköcheln lassen. Währenddessen ist leider der Reis übergekocht und hat mich damit auch noch ins Schwitzen gebracht. 
Nach dieser zweiten Erfahrung dachte ich, dass ich das mit dem Kochen wohl besser wieder lassen sollte, aber im Endeffekt hat es zum Glück noch richtig gut geschmeckt! Das ist doch die Hauptsache, nicht wahr? 


Ich finde übrigens, dass es weitaus schwieriger ist, Fleisch und Gemüse zu fotografieren, als Gebäck abzulichten.
Einen Kuchen verziert man mit Sahne und Schokolade und ein paar Beeren machen sich auf solch einem Bild auch immer ganz gut. Cupcakes sehen sowieso einfach immer gut aus!
Aber "richtiges" Essen?! Gekochtes?! Ohje..

Habt ihr bereits Chutney selber gemacht, bzw. findet ihr es gut, wenn ich hier ab und an auch über meine Kochergebnisse schreibe? 

Sonntag, 18. August 2013

mediterrane Tomaten

Ich esse Tomaten im Sommer und im Winter. Morgens, mittags, abends.
Ein leckerer Tomatensalat schmeckt zu gegrillten Steaks ebenso gut, wie auch zu Rouladen - finde ich zumindest. 


Fakt ist: die Tomate war eines der ersten Beilagen (abgesehen von Nudeln und Kartoffeln), die ich als Kind auf meinem Teller akzeptiert habe. Mit der Zeit wurden es zwar immer mehr und ich habe Geschmack an Gurke, Zucchini, Rucola, Karotten und sämtlichen weiteren Gemüsesorten gefunden, aber die Tomate ist und bleibt bei meinen absoluten "all-time-Favorites". Und zurzeit hat die rote Vitaminbombe sogar ganz offiziell Saison. 
Also nichts wie hin zum Markt und ein paar sonnengereifte Früchte aus deutschem Anbau ergattern. Die Möglichkeiten zur Verwertung sind oftmals nicht sonderlich aufwändig, aber trotz allem vielfältig. 
Wie wäre es denn zum Beispiel mediterran gegrillt, mit Mozzarella und Weißbrot - so wird die Tomate doch ganz einfach zu einem leichten Abendessen an heißen Tagen! 


Die Zubereitung ist dabei mindestens ebenso leicht.
Die Tomaten müssen einfach gewaschen und halbiert werden - schneidet am besten das Grüne weg (ich kenne leider den Fachbegriff nicht).
Danach wird in eine hitzebeständige Form etwas Olivenöl gegeben und die halbierten Tomaten darauf verteilt. Gebt etwas Zucker und noch ein paar Tröpfchen Öl über die Hälften und würzt sie mit etwas Rosmarin und Basilikum. Frisch schmeckt das natürlich am besten! Wer mag, kann an dieser Stelle noch Knoblauch fein hacken und über den Tomaten verteilen.
Ich habe meine Tomaten dann bei ca. 190°C für 10 Minuten auf einer der obersten Schiebeleisten der Grillfunktion des Backofens ausgesetzt. Falls ihr beim eigenen Backofen diese Funktion nicht finden könnt, gelingt es mit Sicherheit auch bei Ober-Unterhitze. Am besten ihr behaltet die Tomatenhälften im Auge und beobachtet, wann sie anfangen ein bisschen bräunlich zu schimmern.
Den Mozzarella lasst ihr währenddessen abtropfen und schneidet ihn anschließend in Stückchen. Das Weißbrot könnt ihr entweder in der Pfanne mit etwas Olivenöl kross werden lassen oder für eine kurze Zeit auf dem Grill bräunen. Gut schmeckt es natürlich auch mit Knoblauchbutter (Ohja, ich mag Knoblauch schon sehr gerne.)
Sobald die Tomaten fertig sind, müsst ihr sie noch mit etwas Salz und Pfeffer würzen und könnt sie anschließend sofort verspeisen.


Das mit dem Balsamico am Tellerrand muss ich noch ein wenig üben. Aber in Zukunft wird es hier voraussichtlich ab und an etwas "deftigeres" zu sehen geben, sodass ich dadurch wahrscheinlich die ein oder andere Gelegenheit bekommen werde, um dies zu perfektionieren.
Ich muss mich auf diesem Gebiet aber erst langsam vortasten, denn es ist doch ganz anders, als Cupcakes zu backen.

Jetzt wünsche ich euch guten Appetit, viel Spaß beim Ausprobieren und weiterhin ein schönes erholsames Wochenende!